Donnerstag, 19. Dezember 2013

November

Hallo Leute, so schnell vergeht die Zeit. Gerade eben war noch Juni, Sommer, 30° Grad und ehe man sich versieht ist auch schon Dezember, Winter, 30° Grad. Deshalb kommt hier meine Review zum vergangenen November in dem wieder einiges los war.

Seit dem ersten Tag, den ich hier in Thailand zur Schule ging, wurde ständig für diese eine einzige Sache geplant. Kostüme wurden genäht, Teams erstellt, Schlachtrufe geübt, Shows ausgedacht. Um was es geht? Natürlich um das Event des Jahres - den Sportsday. 
Ihr denkt euch jetzt sicherlich ''Äh, Sportfest? Okay, wie aufregend?!''. Nein Leute, im Ernst, hier hat das Wort Sportfest seinen Namen noch verdient. Es ist nicht so wie in Deutschland, wo die Schüler Krankschreibungen fälschen, um ja nicht mitmachen zu müssen und ausschlafen zu können. Hier wird wie gesagt Monate im Voraus geplant und das mit einer Freude, das ist unvorstellbar für Leute, die so etwas nicht live miterlebt haben. Auch ich war ehrlich gesagt geflasht von dieser Motivation, die die meisten Schüler in dieser Zeit an den Tag gelegt haben. Die letzten drei Wochen vor dem Sportsday waren der Pure Horror für mich. Jeden Tag (Samstag und Sonntag inklusive) bis 22 Uhr in der Schule, Einteilungen der Teams ( blau, rot, pink, gelb und grün) zwischendrin Kostümproben, Tanzunterricht und danach meist noch Tha-iunterricht. Schon nach einigen Tagen war ich nur noch genervt von allem, regelrecht aggressiv.
Also hier ein wenig zum Ablauf dieses Spektakels:
Der Tag begann für mich um 1Uhr morgens im Schönheitssalon. Warum so früh? Weil außer mir noch 5 andere Mädchen in Puppen verwandelt werden mussten. Warum das ganze? Weil der Sportsday mit einer riesigen Parade durch die ganze Stadt beginnt. Ich bin ebenfalls in dieser Parade mitgelaufen.
Die Parade enthielt 3 Marschkapellen, hunderte Flaggenträger, jeweils 100 Vertreter des jeweiligen Teams (blau, rot, pink, gelb oder grün), eine ASEAN-Parade (Länder ASEANS, jeweils Junge und Mädchen in Nationalkleidung inklusive Flagge) außerdem waren noch viele wunderschön, traditionell gekleidete Jungs und Mädchen dabei. Atemberaubend sag ich euch!
Also, gegen 7 Uhr Morgens waren wir dann alle nicht mehr wiederzuekennen in unsere Kostüme gequetscht und marschierten los. An jeder Schule in Trat vorbei.
Ich bin in der ASEAN Parade für Australien mitgelaufen und ich bin so dankbar, dass miterlebt zu haben. Dieses Gefühl, wenn man bei 35° Grad, durch die Stadt marschiert, hunderte Menschen einen anschauen und einfach nur glücklich sind - wow.
Gegen 11 Uhr durfte ich dann kurz nachhause, mich von meiner Maske befreien, wieder normal atmen und etwas Schlaf nachholen. Am Nachmittag bin ich dann wieder in die Schule, dort fande dann der -etwas, wirklich nur etwas- sportlicherere Teil statt. Es wurden Spints gelaufen, 100m, 500m, 4 Kilometer - halt so dieses Standartzeug. Außerdem war Sackhüpfen, Eierlauf über 400 Meter, Wasserballon-Lauf und Huckepack-Staffellauf (dabei ist eine Person, die auf dem Rücken getragen werden muss, der Staffelstab).
Die Schlachtrufe und Cheerleader haben das ganze dann sportlicher aussehen lassen.
Gegen 18 Uhr war dann -endlich- Feierabend. Am nächsten Morgen ging es ''erst'' gegen 8 los. Wieder wurden diese ganzen Spielchen gemacht. Diesmal war aber schon um 12Uhr Schluss. Danach fand eine riesige Party statt. Schulband, Sonnenschein und 3000 durch die Gegend tanzende und gut gelaunte Menschen.
Mit vollster Überzeugung würde ich behaupten, dass das die zwei Schönsten Tage bis jetzt hier in Thailand waren. Es war einfach so etwas so typisch Thailändisches und ich bin mir sicher, etwas derartiges hätte ich in Deutschland niemals erlebt.
Damit ihr euch das ganze eine wenig mehr vorstellen und euch in meine Lage versetzen könnt, ein paar Bilder.

Außer dem Sportsday war da noch ein anderes Ereignis im November: das Lichterfest, Loy Kratong. Dieses sogenannte Lichterfest hat seinen Namen von den tausenden Lichtern auf dem Wasser. Dieses Fest findet jährlich am Tag des Vollmondes des zwölften Monats des traditionellen thailändischen Lunisolarkalenders statt. Bei diesem Fest werden kleine Floße aus Bananenblättern, die mit Räucherstäbchen und Kerzen geschmückt sind, auf Flüsse oder andere Gewässer gesetzt. Zudem werden auch Laternen in die Luft steigen gelassen. 

Und das letzte was im November passiert ist, war der 18. Geburtstag meiner Gastschwester. Und bitte, bitte liebe Leute, stellt euch einen 18. Geburtstag in Thailand auf gar keinen Fall so wie in Deutschland vor. Ihr könnt es vielleicht mit einem 15. Geburtstag vergleichen. Ich hab ihr eine riesige Minion-Plüschfigut geschenkt, worüber sie sich extrem gefreut hat. Dazu eine Schachtel Lollys und Schokolade, und der Tag war perfekt. Ich weiß, wieder einmal etwas, was man sich nicht so richtig vorstellen kann, wenn man es nicht miterlebt hat. Aber hey, andere Länder, andere Sitten.





















mein Make Up am Sportsday


Popors Geburtstag


Loy Kratong  
SEE FHA - BLUE



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